Augenerkrankungen: Grauer Star


Bei der Diagnose Grauer Star (Katarakt) handelt es sich um eine Trübung der Augenlinse. Hinter der Pupille ist eine graue Verfärbung erkennbar. Mit ihr einher geht eine deutliche Verschlechterung der Sicht. Betroffene beklagen, dass ein klares Sehen nicht mehr möglich ist. Sie sehen wie durch einen Schleier hindurch, die Umwelt erscheint verschwommen. Ab einem Alter von 50 Jahren kommt es verstärkt zur Diagnose des grauen Stars. Ab einem Alter von 70 Jahren ist weltweit die Hälfte der Menschen vom grauen Star betroffen.

Eine Operation kann helfen die Sicht wieder herzustellen. Hierzu wird von Augenärzten bzw. Augenchirurgen eine Kunstlinse in das Auge eingesetzt. Durch die Implantation kann die Erkrankung grauer Star vollständig therapiert werden. Die Operation ist einer der häufigsten Eingriffe am menschlichen Auge. Die Diagnose grauer Star ist nicht mit dem grünen Star zu verwechseln. Insbesondere in Ländern, in denen die Ernährungsstandards nicht so hoch wie in unseren Breitengraden ist, tritt die Diagnose Grauer Star vermehrt auf. Eine Ausbildung der Erkrankung ist sowohl über mehrere Jahre hinweg, als auch über einen schnellen Zeitraum von wenigen Monaten, möglich.

Der graue Star ist einer der häufigsten chirurgischen Eingriffe

Der Graue Star wird auch Altersstar (Katarakt) genannt

Weltweit sind die hälfte der über 70jährigen betroffen

Moderne Eingriffe mit Lasern können präzisere Operationen ermöglichen

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Grauer Star: Arten, Einteilungen und Symptome

Augenärzte unterteilen die Diagnose nach der Lokalisation der Trübung. Sie unterscheiden drei Arten: Cataracta corticalis, Cataracta subcapsularis posterior (hintere subkapsuläre Katarakt) und Cataracta nuclearis (Kernkatarakt).

Cataracta corticalis: Dei Trübung der Linsenrinde erfolgt aufgrund von flüssigkeitsgefüllten Vakuolen. Ärzte bezeichnen diese auch als Wasserspalten. Betroffen sind ungefähr 50% der Altersstare.

Cataracta subcapsularis posterior: Gekennzeichnet ist die Diagnose durch ihr schnelles Voranschreiten. Sehstörungen treten zu einem frühen Zeitpunkt auf. Etwa 20% aller Altersstare entfallen auf das hintere subkapsuläre Katarakt.

Cataracta nuclearis: Auffällig ist eine bräunliche Trübung. Es handelt sich um eine langsam fortschreitende Erkrankung. Es kann zum Auftreten monokularer Doppelbilder kommen. Leiden Betroffene unter der Altersweitsichtigkeit, so kann in seltenen Fällen eine vorübergehende Verbesserung der Sehleistung festgestellt werden.

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Die Erkrankung läuft meist schmerzlos ab. Der Verlust der Sehschärfe (auch Visus) genannt, läuft langsam ab. Die Blendungsempfindlichkeit sowie das Verschwommensehen nehmen mit der Zeit immer weiter zu. Der gebildete „Schleier“ breitet sich über dem Auge immer weiter aus. Monokulare Doppelbilder sind ebenso feststellbar wie eine verlangsamte Hell-Dunkel-Adaption deines Auges. Zudem kann es möglich sein, dass deine räumliche Wahrnehmung nicht mehr wie gewohnt funktioniert. Die Wahrnehmung von Lichthöfen (Halos) ist um Lichtquellen herum möglich. Insbesondere beim Autofahren kann der Graue Star mit seinen Symptomen für Beeinträchtigungen sorgen.

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Therapiemöglichkeiten

Der Ersatz der getrübten Linse durch ein künstliches Linsenimplantat wird in Deutschland Jahr für Jahr bei mehr als 650.000 Operationen durchgeführt. Die Operation zählt zu den meisten chirurgischen Eingriffen. Betroffene wünschen sich die Durchführung der Operation, um ihre Lebensqualität erhalten zu können. Australische Studien zeigen zudem, dass Personen, die die Operation durchführen lassen, älter werden. Die Sterblichkeitsquote ist erhöht. Einzelne Augenchirurgen behandeln den Grauen Star auch mit Hilfe eines Lasers. Dieser wird als Femtosekundenlaser bezeichnet. Schnitte, die während der Operation durchzuführen sind, gelingen mit Hilfe des Lasers meist deutlich exakter. So exakt, wie es die menschliche Hand nicht ausführen kann. Die Operationstechnik mit der präziseren Schnittführung kann der manuellen Therapie überlegen sein. Erkundige dich, ob die Therapiemöglichkeit für dich geeignet ist und spreche mit deiner behandelnden Augenärztin / deinem Augenarzt über einen mögliche Lasereingriff. Eine erhöhte Operationsdauer sowie ein zu übernehmender Eigenkostenanteil sind Nachteile, die der Femtosekundenlaser momentan mit sich mitbringt.

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